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Bernhard Kathan

Wir sehen Tiere an

Bernhard Kathan spannt in seinem neuen Essay einen weiten Bogen und beleuchtet unseren Umgang mit Tieren in all seinen Facetten. Von berühmten Beispielen in der Weltliteratur wie etwa bei Dostojewski ausgehend, über die Schöne Aussicht N°16, der Wohnadresse von Arthur Schopenhauer – der als Freund des Pudels und als Vorläufer einer Tiermoral aus Mitleid gilt – bis hin zur modernen Tierethik bei Peter Singer und anderen – Kathan versucht zu verstehen, warum wir Tiere ansehen. Denn das macht der Mensch seit Menschengedenken, und im Laufe der Menschheitsgeschichte wandelte sich das Verhältnis von Mensch und Tier immer wieder, von der Selbstverständlichkeit des Tieres als Nahrungsmittel bis hin zur medialen Empörung der Jetztzeit, in der Zoodirektoren fast gelyncht werden, wenn sie junge Giraffen an Löwen verfüttern; Kathan erzählt in seinem Grundkurs für Tierschützer und solche, die es werden wollen auf nüchterne und dennoch brutal wirkende Weise die Sicht des Menschen auf das Tier, in allen seinen Konsequenzen.
155 printed pages
Copyright owner
Bookwire
Original publication
2015
Publication year
2015
Publisher
Limbus Verlag
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Quotes

  • Ирина Осипенкоhas quoted2 years ago
    Schopenhauer beklagte „die Eigenheit mancher Sprachen, namentlich der deutschen, daß sie für das Essen, Trinken, Schwangerseyn, Gebären, Sterben und den Leichnam der Thiere ganz eigene Worte haben, um nicht die gebrauchen zu müssen, welche jene Akte beim Menschen bezeichnen, und so unter der Diversität der Worte die vollkommene Identität der Sache [also das Gemeinsame von Mensch und Tier] zu verstecken“. Schopenhauer sah in der sprachlichen Differenzierung zwischen Mund und Maul, Essen und Fressen, Niederkommen und Werfen, Sterben und Verenden etc. die „europäische Pfaffenschaft“ am Werk. Man müsse an allen Sinnen blind „oder vom foetor Judaicus [Judengeruch] total chloroformirt seyn“, um nicht zu sehen, dass es im Wesentlichen zwischen Mensch und Tier keinen Unterschied gebe.
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